Das Nasenschild ist eine traditionelle Form der Werbung. Es handelt
sich dabei um ein Werbeschild, das an der Hauswand einer Gaststätte
oder eines Geschäfts verankert wird und rechtwinklig, wie die Nase
aus dem Gesicht, vom Haus in den Straßenraum ragt. Es gilt als
besonders geeignet, Passanten auf ein Geschäft aufmerksam zu machen
und ist so gestaltet, dass sein Kennzeichen von beiden Seiten gut
zu sehen ist.
Im deutschsprachigen Raum wurden Nasenschilder oft von Schmieden
mit erheblichem kunsthandwerklichem Aufwand aus Eisen hergestellt.
Auf das beworbene Handwerk oder das Angebot eines Kaufmannes wird
nicht mit Text, sondern mit Bildzeichen – zum Beispiel Zunftzeichen –
aufmerksam gemacht. In vielen Städten war die Anbringung eines
solchen Zeichens von einer Genehmigung der Zunft oder des Rats abhängig.
Gastwirtschaften mit traditionellen Namen wie „Zum Hirsch“,
„Zum Bären“ oder „Zur Post“ machten und machen ebenfalls mit
einer bildlichen Repräsentation ihres Namens auf sich aufmerksam.